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Systemlösungen - selbst gemacht

Aktualisiert: 23. Dez. 2025


Wie kann man Entscheidungen treffen, die man später nicht bereuen muss? Wie findet man kreative Wege zur Problemlösung? In diesem Artikel teile ich mit Ihnen einen der einfachsten Ansätze zur selbstständigen Entwicklung kreativer, systemischer Lösungen, die Ihnen Leichtigkeit im Herzen bei der Entscheidungsfindung sowie Gewissheit in Ihrem Handeln geben.



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Bis 10 zählen


Wenn Sie die Möglichkeit haben, nicht im Affekt zu handeln, atmen Sie zunächst tief ein, bevor Sie handeln, und nehmen Sie sich Zeit für tiefgründige Überlegungen.

Dies ist besonders wichtig in Situationen, die Sie dazu drängen, Angelegenheiten auf rechtlichem Wege zu klären. In der Welt des Rechtssystems kalkulieren die streitenden Parteien – genauer gesagt ihre erfahrenen Anwälte – die Schritte der Gegenseite bereits im Voraus, noch bevor der erste Zug gemacht wird. Handeln Sie hingegen überstürzt und unüberlegt, riskieren Sie nicht nur, den Fall zu verlieren, sondern sich zusätzlich weitere Probleme einzuhandeln.


Deshalb ist Schweigen in solchen Fällen oft das beste Mittel – insbesondere aus der Sicht von Juristen, die sich später nicht mit Bergen von Folgewirkungen auseinandersetzen müssen.


Ihr Schweigen und das anfängliche Nicht-Handeln vor Entscheidungen sind jedoch nicht nur in rechtlichen Fragen von Bedeutung. In erster Linie sind sie wichtig für Sie selbst und für jene Ereignisse in Ihrem Leben, die Sie durch Ihre Entscheidungen und Handlungen selbst erschaffen.



Ab Urknall beginnen


Da Schweigen und Untätigkeit Konfliktsituationen nicht immer zum Besseren wenden, kann man nach einem tiefen Atemzug ins Handeln kommen – zunächst jedoch ausschließlich auf gedanklicher Ebene.

Dabei sollte man nicht damit beginnen, darüber nachzudenken, wie schlimm dieser oder jener ist und wie man es allen einmal so richtig zeigen könnte. Das erledigen Sie besser zuerst mit sich selbst – oder, bildlich gesprochen, indem Sie im Wald schreien, um Dampf abzulassen, statt einen Eimer emotionalen Unrats über Ihre Nächsten auszuschütten.


Ebenso wenig sollten Sie sofort darüber nachdenken, wie genau Sie handeln, welche Wege Sie einschlagen oder welche Schritte Sie unternehmen sollen. Ich freue mich über Ihr Lachen, doch tatsächlich empfiehlt es sich, mit dem Urknall zu beginnen.


Dieser auf den ersten Blick humorvolle Ansatz entstand nach dem Interview von Carlson mit Putin, nach dem kreative Menschen – wie so oft – einen Comic schufen, in dem Putin das Gespräch nicht mit weit zurückliegenden zwischenstaatlichen Konflikten eröffnet, sondern mit dem Urknall. Ich habe herzlich gelacht – allerdings keineswegs über Putin.


Denn wirklich starke und erfolgreiche Strategen denken genau so: Sie beginnen nicht mit einer Antwort für jemanden und nicht mit der Suche nach konkreten Handlungswegen, sondern mit der Betrachtung der Situation in abstrakten, globalen Kategorien. Je höher Sie sich gedanklich über die Situation erheben und je weiter Sie in Vergangenheit und Zukunft denken, desto weisere und tragfähigere Entscheidungen können Sie für das Hier und Jetzt finden.


Gerade deshalb eignet sich der Urknall, der ursprünglich als Scherz entstand, durchaus als Ausgangspunkt für die Analyse von Lebenssituationen: Er liegt hoch über der Erde und zugleich weit genug in der Vergangenheit im Verhältnis zu den heutigen Ereignissen.



Wozu ab dem Urknall?


Vernünftige Menschen werden sich unweigerlich die Frage stellen: Wozu ist das überhaupt nötig? Da ich mit Überzeugung behaupten und bei Bedarf unzählige Belege dafür anführen kann, dass ich eine „Zauberin“ bin, die in der Praxis die Grenzen des Unmöglichen verwischen kann, gebe ich Ihnen aus dieser Perspektive eine einfache Antwort:damit Sie Ihr Leben nach Ihrem eigenen Willen gestalten können und statt als hilfloses Opfer der Umstände die Ereignisse erschaffen und sie in die für Sie passende Richtung lenken könnt.

Je tiefer Sie in das Wesen von Lebenssituationen eindringen, desto weniger Grenzen des Möglichen werden Ihnen auf Ihrem Weg begegnen. Und was könnte tiefer gehen als das Wesen des Lebens selbst, das alle Lebenssituationen durchdringt?


Genau deshalb lohnt es sich, beim Urknall zu beginnen – selbstverständlich nicht wörtlich, sondern im übertragenen Sinne. Denn der Urknall ist lediglich eine Konzeption, ein Erklärungsversuch für den Beginn der Entstehung des Lebens. Diese Konzeption offenbart nicht das Wesen des Lebens und – was besonders wichtig ist – es ist nicht die Ihre, sondern eine fremde, von anderen Menschen geschaffene Konzeption.


Wenn Sie fremde Lebenskonzepte übernehmen, werden Sie nicht zum Gestalter Ihrer eigenen Lebenssituationen, sondern setzen die Vorstellungen und Pläne anderer um. Deshalb sollten Sie über das Leben selbst nachdenken und sein Wesen eigenständig erforschen. Fremde Konzepte gilt es als das zu betrachten, was sie sind: nicht Ihre eigenen, sondern fremde. Sie können Ihnen bei der Entwicklung Ihrer eigenen Lebenskonzeption helfen – oder Sie davon ablenken und auf einen anderen Weg führen. Genau das geschieht heute, im Großen wie im Kleinen, massenhaft und überall.



Warum nicht klein anfangen?


Nahezu all Ihre Handlungen – oder zumindest ihr überwiegender Teil – sind nichts anderes als Reaktionen auf Ereignisse, sogenannte Probleme und generell auf Impulse von außen.

Nahezu all Ihre Handlungen – oder zumindest ihr überwiegender Teil – sind nichts anderes als Reaktionen auf Ereignisse, sogenannte Probleme und generell auf Impulse von außen.


Dies behaupte ich ausdrücklich auch in Bezug auf die sogenannten erfolgreichen Menschen, die nach einem vermeintlich erfüllten, „gesegneten“ Leben streben und auf diesem Weg ihre Ziele scheinbar souverän erreichen. Sie sind überzeugt davon, dass sie die Kontrolle über Geldströme besitzen und dass das Wesen des Lebens im Grunde genau in deren Zufluss und Umfang liege – welche wiederum erst das ermöglichen, was sie als ein gelungenes Leben betrachten.


Doch woher stammt diese Vorstellung vom Wesen des Lebens überhaupt?


Ganz sicher wurde sie nicht von jenen Menschen geschaffen, die sie heute leben und anwenden. Denn sie beruht auf dem Geldsystem, welches seinerseits auf einem linearen Austauschprinzip basiert und seine Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückverfolgt. Nicht umsonst gilt diese Ordnung im allgemeinen Bewusstsein als „so alt wie die Welt“ und als etwas, das es angeblich schon immer gegeben habe. Mit anderen Worten: Diese Konzeption konnte nur in ferner Vergangenheit geboren sein und nicht von Ihnen, die sie heute lediglich verwenden.


Allein die Anwendung dieser Lebenskonzeption bedeutet daher nichts anderes, als dass Sie auf ein Angebot ihrer Urheber reagieren. Sind Sie unter diesen Umständen wirklich unabhängige, bewusste Gestalter Ihres Lebens?


Wenn Sie nicht von sich behaupten können, dass Sie das Geldsystem und den linearen Austausch erschaffen haben, dann sind Sie nichts weiter als Ausführende einer fremden Konzeption, die die Vorstellungen und Pläne anderer realisieren.


In diesem Fall sind Sie lediglich unbewusste Mitspieler in einem fremden Spiel, dessen Ziel, Ausgang und Regeln Ihnen unbekannt sind. Mehr noch: Sie erlauben den Schöpfern dieses Spiels, Sie mit der Illusion zu beruhigen, Sie würden Geldströme und damit Ihr eigenes Leben steuern.


Wer mit dem Kleinen beginnt, bewegt sich zwangsläufig innerhalb fremder Konzepte und wird zu Gefangenen dieser Konzepte.


Gerade darin, dass Sie als Nutzer fremder Konzepte und Spiele in der Regel nicht in der Lage sind, alle Züge vorauszuberechnen und deshalb immer wieder in der Rolle einer Marionette landen, liegt der entscheidende Grund, warum es unklug ist, vom Kleinen aus zu denken, wenn Sie Herr über die Situationen Ihres Lebens werden wollen.


Vom Großen aus zu denken und erst dann im Kleinen zu handeln – genau das ist jener „magische“ systemische Ansatz, den ich hier mit Ihnen teile.



Wie Urknall in der konkreten Situation helfen kann


Da Sie sich nahezu ständig im Reaktionsmodus befinden, ist es notwendig, diesen zu verlassen und in den Schöpfermodus und bewusstes Handelns zu wechseln, um Entscheidungen und Handlungen genau aus diesem Zustand heraus vorzunehmen.

Dies macht Sie für einen Gegner unberechenbar, sofern Sie sich in einer Konfrontation befinden, und eröffnet Ihnen neue Perspektiven in allen Situationen – selbst in jenen, die ausweglos erscheinen. Der „Urknall“, also das bewusste Nachdenken über philosophische Fragen nach Wesen, Sinn und Zweck des Lebens, hilft Ihnen dabei, vom Reaktionsmodus in den Schöpfermodus zu wechseln.


Bevor Sie Entscheidungen treffen und handeln, fragen Sie sich, worin das Wesen des Lebens eigentlich besteht: Was trägt das Leben in sich, und was ist es seiner Essenz nach? Suchen Sie keine „richtigen“ Antworten im Außen – sie werden stets fremd sein und allein deshalb für Sie unpassend. Sie können sich freien philosophischen Gedanken hingeben oder versuchen, die Prinzipien der Natur aufmerksam zu erforschen und über den Schöpfungsplan nachzudenken. Finden Sie jedoch Ihre eigene Antwort und bewahren Sie sie für sich, ohne andere von ihrer Wahrheit überzeugen zu wollen.


Anschließend reflektieren Sie Ihren persönlichen Lebenssinn – das Wesen Ihres eigenen Lebens im Kontext der allgemeinen Lebensessenz, so wie Sie diese im Rahmen Ihrer eigenen Forschung erkannt haben. Ordnen Sie Ihren persönlichen Lebenssinn in die übergeordnete Lebensessenz ein, sodass kein Widerspruch zwischen beiden entsteht.


Danach richten Sie Ihren Blick darauf, wohin Sie sich in Ihrem Leben aktuell bewegen und ob diese Richtung sowohl der allgemeinen Lebensessenz als auch Ihrem persönlichen Lebenssinn entspricht.


Gehen Sie auf diese Weise Schritt für Schritt, Ebene für Ebene, weiter, bis Sie Ihre konkrete Situation erreichen, und stellen Sie sich schließlich die Frage: Wie fügt sich diese Situation in die allgemeine Lebensessenz, in Ihren persönlichen Lebenssinn und in all die darunterliegenden Ebenen ein, die Sie bereits durchdacht haben? Wie sind Sie in diese Situation gelangt, über welche Wege, in welche Richtung haben Sie sich bewegt – und entspricht dies Ihren höheren Sinnzusammenhängen, dem, was Sie wirklich wollen und wonach Sie streben?


„Programmieren“ Sie Ihre Lebenskonzeption, Ihre persönlichen Sinnzusammenhänge, Wege und Ziele so lange neu, bis die Situation selbst und die Ursachen ihres Entstehens sich harmonisch in alle Ebenen einfügen – bis hin zur Essenz des Lebens insgesamt. In diesem Prozess wird Ihnen auch deutlich werden, auf welche Weise Sie selbst zur Entstehung dieser Situation beigetragen haben und wie Sie deren Wiederholung in Zukunft vermeiden könnten.


Mit den gewonnenen Erkenntnissen können Sie nun entschlossen beginnen, Lösungswege zu suchen und im Einklang mit der Lebensessenz, Ihrem persönlichen Lebenssinn, Ihren gewählten Wegen, Zielen und Ihrem Willen zu handeln. Genauer gesagt: Diese Wege werden sich im Verlauf Ihrer Überlegungen von selbst zeigen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Anwendung und Erprobung dieses Ansatzes und freue mich auf Ihre Eindrücke.

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